Tiergestützte Psychotherapie
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Hallo!
Wir sind Yoshie und Cora und freuen uns sehr, Dich hier begrüßen zu dürfen. Wir sind zwei kleine Zwergpudel, mit kurzem, lockigem Haar, das nicht von alleine ausfällt, was uns antiallergisch macht. Wir sind fröhlich, verspielt, offen, interessiert, sensibel, lieb und freuen uns sehr über Kinder.
Wir haben unsere Ausbildung im Weiterbildungsinstitut für hundgestützte Psychotherapie WIKKEGAARD abgeschlossen und unterstützen gerne den therapeutischen Prozess, indem wir in emotional intensiven Momenten da sind, Themen aufdecken und Rückmeldungen zu Verhaltensweisen geben. Wir spüren aber auch genau, wann wir nicht so benötigt werden, dann ziehen wir uns zurück und ruhen uns aus.

Durch die hohe Sensibilität von Hunden sowie ihrem stets unmittelbaren, unvoreingenommenen und authentischen Verhalten, kann die ihre Teilnahme an der psychotherapeutischen Arbeit einen tieferen Einblick in die innerpsychischen Prozesse geben. Hunde reagieren auch auf nur subtil spürbare atmosphärische Vorgänge, die uns Menschen zunächst noch verschlossen bleiben. Hunde haben gelernt, uns zu lesen und es ist an uns, auch unsere Hunde lesen und verstehen zu können und ihrem Verhalten eine Bedeutung zu geben. Aufgrund der evolutionären Verbundenheit von Hund und Mensch, kann der Hund im therapeutischen Prozess zu einem echten Dritten, einem Gegenüber, werden, wodurch nicht nur die dyadischen Themen der Zweierbeziehung, sondern auch die triadischen Vorgänge der Dreierbeziehung innerhalb der Therapie erlebbar und bearbeitbar werden. Den stets individuellen Begegnungen und ihrem Ausdruck in den therapeutischen Sitzungen gilt es, Bedeutung und Worte zu geben, die den Heilungsprozess auf eine ganz besondere Art und Weise begleiten.
Der Einsatz meiner Therapiehunde kann somit ein unterstützender Bestandteil der ambulanten Psychotherapie sein. So erlaubt uns die Zusammenarbeit mit ihnen, einen neuen Erlebensraum zu eröffnen, der motivieren kann, emotionale Türen zu öffnen. Gleichzeitig können sie auch als Bindeglied wirken.
Unter der Prämisse: „Ein Hund bleibt ein Hund und ein Mensch bleibt ein Mensch“, geht es für mich in der tiergestützten psychodynamischen Psychotherapie darum, dem Verhalten des Hundes, unter Berücksichtigung des intersubjektiven Ansatzes, der sogenannten Intersubjektivität, Bedeutung zu geben. ohne ihn dabei zu funktionalisieren.

Bereits von Siegmund Freud wird berichtet, dass er ab den späten 1920er Jahren seine Chow-Chow-Hündin Jofie regelmäßig in Therapien dabeigehabt hatte, da seiner Meinung nach, die Anwesenheit der Hündin, die Patient*innen beruhigt habe.
Hierzu eine Anekdote, die davon berichtet, wie Freud dem Verhalten eines Schäferhundes, der an einer Sitzung mit teilgenommen hatte, Bedeutung gab, ohne ihn dabei gezielt therapeutisch eingesetzt zu haben. Dem Patienten haben in der besagten Sitzung keine Assoziationen/Ideen/Erzählungen einfallen wollen, sodass ein langes Schweigen entstand. Schließlich stand der anwesende Schäferhund Rex auf und ging zur Tür, um herausgelassen zu werden. Daraufhin stand auch Freud auf, ging zur Türe, ließ Rex hinaus und im Wiederkehren sagte Freud zu seinem Patienten: „Schauen`s, selbst dem Hund ist es heute zu langweilig!“. Einige Zeit später war das Scharren von Rex an der Tür, aufgrund der weiterhin bestehenden Stille, nicht zu überhören, weshalb Freud Rex wieder hereinließ, mit den Worten: „Nun gibt Rex ihnen noch mal eine Chance, lassen sie uns weitermachen!“
(vgl. Ganser, 2017)

